Geschwindigkeitsverstoss

Da Blitzer nur technische Geräte sind, bleiben Fehlmessungen in der Regel nicht aus. Je nachdem, um welche Art (mobile, stationäre, Laserpistole, Induktionsschleifen etc.) des Blitzers es sich handelt, können verschiedene Fehlerquellen auftreten, die eine Geschwindigkeitsmessung nicht nur verfälschen, sondern auch ungültig machen können.

 

Allg. benötigen Blitzer eine gültige Eichung, um genau messen zu können. Besitzt ein Messgerät keine Eichung, kann die Messung zwar trotzdem gültig sein, allerdings wird eine größere Toleranz vom gemessenen Wert abgezogen. In diesem Fall kann auch ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erfolgreich sein.

 

Nahezu jeder Blitzer macht Fotos vom Fahrzeugführer, der die aufgezeichnete Geschwindigkeitsüberschreitung begeht. Andernfalls wäre – besonders bei einem unbemannten Geschwindigkeitsmessgerät – eine Überführung des Täters kaum möglich. Allerdings gibt es auch einige Kriterien, die für ein Blitzerfoto wichtig sind, damit dieses anerkannt wird und seine Gültigkeit erreicht. Denn: Sollten Sie beispielsweise auf dem Foto nicht erkennbar sein, kann ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid erfolgreich sein.

 

Was ist der Einspruch und wann ist dieser sinnvoll?

Wenn Sie einen Bußgeldbescheid erhalten, der durch die Aufzeichnung der Geschwindigkeitsübertretung durch einen Blitzer ausgelöst wurde, gibt es die Möglichkeit, diesen Vorwurf anzuzweifeln und Einspruch zu erheben. Wollen Sie dies tun, haben Sie dafür 14 Tage nach Erhalt des Bußgeldbescheids Zeit.

 

Es gibt einige Gründe, die es wahrscheinlicher machen, dass der von Ihnen eingelegte Einspruch auch tatsächlich Erfolg hat. Dazu gehören beispielsweise Messfehler oder ungültige Aufnahmen. Einige der wichtigsten Fehlerquellen, die einen Einspruch rechtfertigen, sollen hier kurz dargestellt werden:

 

1.) Ungültiges Blitzerfoto

Auch ein ungültiges Blitzerfoto, auf dem Sie als Autofahrer nicht erkennbar sind, kann einen Einspruch rechtfertigen und diesen mit Erfolg krönen. Jedoch heißt dies nicht, nur weil das Blitzerfoto nicht mit dem ausgestellten Bußgeldbescheid übereinstimmt, dass der Bescheid automatisch ungültig ist und Sie die Messung vom Blitzer anfechten können. Denn ein Bußgeldbescheid ist auch ohne Blitzerfoto gültig. Dieses kann grds. bei der entsprechenden Bußgeldbehörde eingesehen werden.

 

2.) Messfehler

Ein Geschwindigkeitsmessgerät ist niemals unfehlbar. Denn eine gültige Eichung ist die Grundlage für jede korrekte Geschwindigkeitsmessung. Zudem hat jede Form der Messung bestimmte Fehlerquellen, die auftauchen können und einen Bußgeldbescheid ungültig machen können. In diesem Fall kann ein Einspruch erfolgreich sein.

 

3.) Berufliche Angewiesenheit

Sollten Sie einen Beruf ausüben, der den Besitz eines Führerscheins dringend voraussetzt, haben Sie bei einem drohenden Fahrverbot aufgrund einer Geschwindigkeitsüberschreitung ebenfalls die Möglichkeit, Einspruch zu erheben. Denn dann kann es möglich sein, dass das Fahrverbot in ein höheres Bußgeld umgewandelt wird. Das kann sinnvoll sein, wenn Ihre berufliche Existenz durch den kurzzeitigen Verlust des Führerscheins auf dem Spiel steht.

 

Es gibt noch zahlreiche weitere Punkte, wie bspw. Geschwindigkeitsverstöße im Ausland oder die Folgen, wie Punkte im Verkehrszentralregister oder der Entzug des Führerscheins bzw. Fahrverbot, die auf Grund Ihrer umfangreichen Themenkomplexe hier nicht ausführlich dargestellt werden können.

 

Für alle Fragen rund um das Thema Geschwindigkeitsverstöße & eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten eines Einspruchs bin ich Ihnen jederzeit gerne behilflich!


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